Entstehung: Ursache ist ein einfacher physikalischer Vorgang: Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit im Raum kann der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf auf und in der Wand zu Wasser kondensieren. Dieser Vorgang ist uns bestens bekannt, wenn man von innen gegen eine Fensterscheibe haucht, "beschlägt" sie. Dieser Beschlag ist nichts anderes als Kondenswasser, das aus der feuchtwarmen Atemluft ausfällt. Staub auf inneren Bauteiloberflächen ist ein idealer Nährboden und forciert zusammen mit Nässe die Schimmelpilzbildung.
Vermeidung:
Die Raumlufttemperatur sollte zu kalten Jahreszeiten in der Regel 20 bis 22 °C betragen (Nachtabsenkung mehr als 4 °C kann schon problematisch werden).
Um den vorher beschriebenen Effekt von Tauwasserbildung an den Wandoberflächen zu verhindern, muss daher mindestens 3x täglich je 5 bis 10 Minuten gelüftet werden, wobei hier das Fenster voll zu öffnen ist. Gekippte Fenster, auch über einen längeren Zeitraum, vermögen diesen Effekt nicht zu erreichen. Vielmehr kühlen dabei nur die anliegenden Wände stark aus und wertvolle Heizenergie geht verloren. Bei größerer Benutzerzahl (5 bis 6 Personen) müssen die Lüftungsintervalle entsprechend erhöht werden (5 bis 6 Mal). Wichtig ist daher, in jedem Raum entsprechend seiner Nutzung die richtige Luftfeuchtigkeit im Verhältnis zur Raumlufttemperatur zu erreichen. Auch vor der Wand abgestellte Möbel, Vorhänge, Kleidung etc. beeinflussen den einwandfreien Luftaustausch.
Daher ist richtiges Lüften besonders wichtig, um Schäden am Haus oder an der Gesundheit der Bewohner zu verhindern.